MBI 039: Deutsche TikTok Hot 50-Charts und YouTubes Pläne für 2022

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Herzlich Willkommen zur 39. Folge des Music Business Insider Podcasts. Ich bin Yannic von Artistant und das erwartet dich heute:

Ab sofort gibt es die deutschen TikTok Hot 50-Charts.
Was plant YouTube für dieses Jahr?
Dein wöchentlicher Tipp.

Und damit herzlich Willkommen zur neusten Folge des Music Business Insider-Podcasts, dem Podcast über News, Trends, Tipps und echtes Insider Wissen aus dem Musikbusiness.

Heute schauen wir uns im Speziellen die News von zwei Plattformen an, nämlich TikTok und YouTube. Hier passiert nämlich einiges, was für dich als Musiker:in interessant sein könnte. Also lass uns keine Zeit verlieren und direkt anfangen.

Deutsche TikTok Hot 50-Charts

Los geht es heute mit TikTok. Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass der Einfluss von TikTok auf die Musikindustrie extrem wächst. Auf dieser Plattform passiert mittlerweile so unfassbar viel, neue Künstler:innen gehen durch die Decke und das spiegelt sich dann auch auf anderen Plattformen wider. Alleine wenn du dir mal die Spotify-Charts anschaust, dann siehst du, dass ein Großteil der Songs den Ursprung ihres Erfolgs auf TikTok haben. Songs gehen auf TikTok viral und das spürt man auch außerhalb der Plattform.

Jetzt gibt es hier eine sehr interessante Neuigkeit in meinen Augen. Ab sofort veröffentlicht nämlich TikTok in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift “MusikWoche” die deutschen “TikTok Hot 50”-Charts. Darüber hinaus gibt es noch die “TikTok Hot 5” und, um deutsche Künstler:innen zu fördern und die Newcomer von morgen zu entdecken, wird auch noch der “Hot Artist of the Week” gekürt.

In Zukunft werden also jeden Donnerstag die Top Hits der Plattform ermittelt und in der In-App Soundpage sowie in der MusikWoche bekannt gegeben. Zusätzlich werden die “Hot 5” und der “Hot Artist of the Week” auf den jeweiligen Social Media-Kanälen geteilt.

Dadurch soll gezeigt werden, wie viele Musik-Trends aktuell auf TikTok starten und wie sie eben auch auf andere Plattformen überschwappen. Das Ganze natürlich einerseits für neue Songs, aber eben auch ältere Hits, die quasi ihre Renaissance feiern. Ein gutes Beispiel hierfür wäre der über 40 Jahre alte Song “Dreams” von Fleetwood Mac, der durch ein virales Video nach Jahrzehnten ein gigantisches Revival erlebt hat.

Ich für meinen Teil werde also gespannt verfolgen, was hier so passiert und wie sehr TikTok unser Musikbusiness beeinflusst.

YouTubes Pläne für 2022

Lass uns jetzt noch kurz einen Blick auf die Zukunft von YouTube werfen. Hier hat der Chief Product Officer Neal Mohan nämlich seine Fokusbereiche für 2022 und allgemein die Zukunft von YouTube geteilt.

Los geht’s mit dem Bereich Live-Streaming, denn hier konnte YouTube die tägliche Watchtime in den letzten zwei Jahren mehr als verdreifachen. Auf diesem Trend wollen sie dieses Jahr mit neuen Features wie kollaborativen Livestreams und Livestream-Shopping aufbauen.

Ein weiterer Fokusbereich betrifft das hauseigene Kurzvideoformat “Shorts”. Insgesamt wurden Shorts jetzt schon mehr als 5 Billionen mal aufgerufen, es tut sich hier also definitiv etwas. Ich persönlich bin aber noch nicht so ganz überzeugt, ob dieses Format für YouTube wirklich geeignet ist. YouTube möchte den Creatorn in Zukunft noch mehr Möglichkeiten mit Shorts geben. Dazu gehören mehr Effekte und Bearbeitungstools oder die Möglichkeit mit Shorts auf Kommentare zu antworten. Genau so wollen sie auch hier Shopping und andere Monetarisierungsfunktionen integrieren, um den Creatorn eben Einnahmequellen zu ermöglichen. Das meiste hiervon kennen wir ja eigentlich schon von anderen Plattformen, mal schauen ob es YouTube anders oder besser machen kann.

Außerdem denkt YouTube über die Integration von NFTs auf der Plattform nach. Beispielsweise könnten Fans hier Videos, Fotos, Kunst oder auch Erlebnisse von ihren Liveblingscreatorn als NFTs kaufen. Weitere Überlegungen gehen in Richtung Metaverse, um ein Videoerlebnis zu schaffen, in das die User wirklich eintauchen können, und den weiteren Ausbau der TV-Integration.

Alles in allem meiner Meinung nach interessante Entwicklungen und Zukunftsperspektiven, die Frage ist nur, ob sich YouTube dadurch von der Konkurrenz abheben kann. In Sachen Livestreams ist ja Twitch in den meisten Fällen der Platzhirsch und auch bei Shorts hat YouTube mit TikTok und Instagram zwei Giganten vor den Augen.

Totzdem traue ich YouTube zu, ihre Plattform an aktuelle Trends anzupassen und das Erlebnis sowohl für User als auch für Creator zu verbessern. Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn wir unseren YouTube-Kanal noch umfangreicher nutzen und dir ein noch besseres Erlebnis bieten könnten. Mal schauen wohin die Reise geht, ich bin gespannt.

Wöchentlicher Tipp

Und abschließend gibt es jetzt natürlich noch einen wöchentlichen Tipp für dich: Wenn du bezahlte Werbung schalten willst, dann bereite dir hierfür unbedingt mehrere sog. “Creatives” vor. Das können, je nach Plattform, zum Beispiel Videos, Fotos, Grafiken oder sonstiges sein. Quasi der Content für deine Werbeanzeigen.

Einfach nur einen Trailer deines Musikvideos für die Werbung zu benutzen wird dich in den meisten Fällen nicht wirklich weiter bringen. Natürlich KANN das funktionieren, aber du weißt letztendlich nie, ob es nicht doch noch besser gegangen wäre. Wenn du aber mehrere Vergleichs-Videos hast, die in unterschiedliche Richtungen gehen, dann kannst du objektiv beurteilen, was am besten funktioniert und darauf optimieren.

Ohne solche Tests stocherst du einfach nur im Dunkeln und verbrennst dein Geld eventuell einfach nur. Also bereite immer mehrere Creatives vor, die du dann gegeneinander testen kannst. Dadurch verbesserst du die Performance deiner Kampagne nämlich garaniert.

Das war es jetzt aber wieder für diese Folge des Music Business Insider Podcasts. Ich hoffe wie immer, dass dir die Episode gefallen hat und du einiges lernen konntest. Natürlich freue ich mich auch sehr über dein Feedback, Anregungen für zukünftige Folgen oder auch eine Bewertung auf deiner Podcast-Plattform. Und falls du es noch nicht getan hast, dann folge auch gerne dem Podcast und unseren anderen Kanälen, jetzt aber erstmal vielen Dank für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal. Deine Musik hat es verdient gehört zu werden.


Wenn dir dieser Beitrag geholfen hat, dann kannst du gerne noch weitere Artikel für Musiker:innen lesen, unsere YouTube-Videos anschauen oder uns auf Social Media folgen. Und natürlich sind wir auch sehr auf dein Feedback als Kommentar oder E-Mail gespannt! Danke und viel Erfolg!

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