MBI 033: Meine Prognosen für 2022 (TikTok, NFTs, Unabhängigkeit, Community & Co.)

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Herzlich Willkommen zur 33. Folge des Music Business Insider-Podcasts. Ich bin Yannic von Artistant und das erwartet dich heute:

Meine Prognosen für das Jahr 2022.
Welche Trends zeichnen sich ab und worauf solltest du dich konzentrieren?
Dein wöchentlicher Tipp.

Frohes neues Jahr und damit herzlich willkommen zur ersten MBI-Folge im Jahr 2022. Ich hoffe du bist gut rüber gekommen und bist schon voller Tatendrang für dieses Jahr! Ich kann es schon kaum erwarten und es stehen super viele Projekte in den Startlöchern. Darauf kannst du dich auf jeden Fall freuen.

Vielleicht ist es dir am Anfang der Folge oder abseits des Podcasts schon aufgefallen… Adamant Music heißt jetzt Artistant. Wenn dich die genauen Hintergründe dazu und unsere Pläne für die Zukunft interessieren, dann findest du dazu ein Video auf unserem YouTube-Kanal. Es steht aber schon sehr viel in den Startlöchern und ich kann es schon gar nicht abwarten, die neuen Projekte mit dir zu teilen. Die Grundidee von Artistant ist und bleibt die gleiche: Wir helfen Musiker:innen dabei, ihre Karriere in die eigene Hand zu nehmen und mit ihrer Musik die Welt zu verändern. Wie wir das machen, ändert sich aber zum Teil. Aber wie gesagt, mehr dazu auf YouTube.

Heute soll es aber nicht darum gehen, sondern und meine Prognosen für das Jahr 2022. Und natürlich startet auch wieder das monatliche Gewinnspiel, in dem du eine individuelle Mentoring Session mit mir gewinnen kannst. Diesen Monat haben wir 5 Folgen, also besteht das Lösungswort aus 5 Buchstaben, von denen du jeweils einen in den Januar-Folgen hören wirst. Wenn du dann am Ende des Monats das Lösungswort hast, kannst du es ganz einfach unter artistant.de/podcast eingeben und nimmst an der Verlosung teil. Von mir schon mal viel Glück und jetzt ab zu meinen Prognosen!

Achso genau, einen kleinen Punkt habe ich noch: Auf Spotify kannst du jetzt Podcasts auch bewerten und bis zu 5 Sterne vergeben. Falls du diesen Podcast also auf Spotify hörst, würde ich mich extrem über eine Bewertung freuen, das hilft uns sehr weiter. Das geht ganz einfach auf der Podcast-Seite in der App, da siehst du schon die Sterne, ist wirklich ganz einfach. Und falls du auf einer anderen Plattform hörst und es dort sowas gibt, dann natürlich auch sehr sehr gerne. Vielen Dank! Jetzt aber wirklich ab zu den Prognosen!

TikTok wird eine der wichtigsten Plattformen für Musiker:innen

Los geht es mit einer Prognose, bei der ich mir wirklich absolut sicher bin: TikTok wird eine der wichtigsten Plattformen für Musiker:innen und überhaupt. Wir haben in den letzten Jahren schon gesehen, welche Chancen sich durch TikTok bieten und was hierdurch alles möglich ist. Zahlreiche Künstler:innen haben hierdurch ihre Karrieren gestartet und den Durchbruch geschafft. Die Dynamik und Funktionsweise der Plattform, kombiniert mit deren Algorithmus und der organischen Reichweite haben wirklich riesiges Potenzial. Auf keiner anderen Plattform kann man von 0 an so schnell wachsen und Fans gewinnen wie bei TikTok.

Und es zeigt sich auch immer wieder, dass sich der ganze Hype nicht nur auf der Plattform selbst bündelt, sondern dann auch auf zum Beispiel Spotify überschwappt. TikTok ist also aktuell schon eine extrem interessante Plattform für fast alle Musiker:innen und wird in Zukunft meiner Meinung nach noch immer wichtiger.

NFTs etablieren sich immer weiter

Meine zweite Vorhersage für dieses Jahr ist, dass sich NFTs immer weiter etablieren.
Wer sich ein bisschen für Technik, Crypto & Co. interessiert, ist letztes Jahr an NFTs definitiv nicht vorbei gekommen. Das ist eine Technologie, mit der man digitale Güter, also zum Beispiel Dateien wie Songaufnahmen oder Artworks, aber auch gewisse Rechte oder Zugänge verkaufen kann. Im Prinzip kannst du mit NFTs Rechte aller Art digital festhalten und transferieren, also verkaufen. Ich will hier jetzt nicht ins Detail gehen, denn das ist wirklich umfangreich, aber diese Technologie ist meiner Meinung nach die Zukunft für viele Bereiche der Musikindustrie.

Hierüber kannst du Teile deiner Einnahmen verkaufen, deine Musik vorfinanzieren, in Zukunft mal Tickets personalisieren, eine enge Community mit Access zu dir aufbauen und vieles vieles mehr. NFTs haben riesiges Potenzial und ich bin mir sicher, dass sich das nach und nach immer weiter durchsetzt. Momentan ist das Ganze noch relativ technisch und umständlich, aber je einfacher und massentauglicher das wird, desto schneller setzt es sich auch im Mainstream durch.

Unabhängigkeit wird endlich „cool“

Ein Trend, der mir persönlich extrem gut gefällt und auch meine dritte Prognose ist: Unabhängigkeit wird immer “cooler”. Früher war es immer so, dass der größte Traum von allen Musiker:innen ein Plattenvertrag bei einem Label war. Wenn man das geschafft hat, war man oben angekommen und wurde als erfolgreich wahrgenommen.

Das ändert sich in den letzten Jahren immer mehr. Mittlerweile wird es endlich cool, unabhängig zu bleiben und die Karriere auf eigene Faust aufzubauen. Man kann heutzutage ohne solche Partner erfolgreich werden und das kommt nach und nach bei immer mehr Musiker:innen an. Um “cool” zu sein ist kein Plattenvertrag mehr nötig. Es wird immer “cooler” unabhängig zu bleiben und es auf eigene Faust zu schaffen. Und dafür sollten wir alle kämpfen, wir machen das jeden Tag. Unabhängigkeit ist so unglaublich wichtig, das kann dir langfristig extrem zugutekommen.

Synchronisation und Publishing gewinnen extrem an Bedeutung

Die vierte Prognose für dieses Jahr ist, dass Synchronisation und Publishing-Rechte extrem an Bedeutung gewinnen. Natürlich sind und waren sie schon immer sehr wichtig, aber sie werden immer und immer wertvoller. Unter anderem liegt das meiner Meinung nach an dem Content-Krieg der großen Tech-Unternehmen. Netflix, Amazon, Disney, Google, Apple & Co. geben Milliardenbeträge für neue Inhalte aus. Egal ob Serien, Filme, Videos, Dokumentationen oder sonstiges. Es werden Unmengen an Inhalten produziert und dafür wird Musik benötigt. Deshalb wird das Thema Synchronisation und in dem Zusammenhang eben auch die Publishing-Rechte immer wichtiger. 

Man merkt es ja alleine schon daran, dass in den letzten Monaten Unmengen an Musikrechten für teilweise gigantische Summen verkauft wurden. Das liegt sicherlich auch daran, dass es einfach ein langfristig sehr „sicheres“ Investment ist, aber der Content-Krieg spielt hier meiner Meinung nach auch eine wichtige Rolle. Wenn du dich also für Filmmusik interessierst, oder deine eigenen Songs mal in Serien oder Filmen platzieren willst, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Community wird wichtiger als Reichweite

Und die letzte Vorhersage für heute: Community wird deutlich wichtiger als Reichweite.
Bisher haben zum Beispiel auf Social Media diejenigen gewonnen, die am meisten Reichweite hatten. Egal ob in Sachen Wachstum oder auch finanziell, Reichweite hat immer gewonnen. Das ändert sich ganz klar.

Einfach nur Reichweite ist heutzutage nicht mehr wirklich etwas wert. Ohne eine Community dahinter und echte Verbindungen ist die Reichweite fast wertlos. Das zeigt sich in Sachen Wachstum ganz klar, weil zum Beispiel Instagram viel mehr auf Interaktion als Wachstumshebel setzt. Mit vielen Interaktionen aus deiner Community wirst du automatisch auch mehr Reichweite bekommen.

Genau so wirkt sich das auf deine Einnahmen aus. Nehmen wir mal das Beispiel von Influencern. Eine Influencerin hat eine Reichweite von 1 Mio. Menschen, von denen 10.000 mit einer Anzeige in den Stories interagieren. Die andere hat eine Reichweite von nur 200.000 Menschen, von denen aber ebenfalls 10.000 auf die Anzeige reagieren. 1% zu 5% der Follower interagieren mit der Story. Beide werden für die Werbung ca. das gleiche Geld bekommen. Tendenziell wird die zweite Influencerin sogar mehr verdienen, weil die Interaktionsrate deutlich höher ist. Wenn hier also die Reichweite auch noch weiter zunimmt und die Interaktionsrate gleich bleibt, ist sie natürlich noch interessanter. Es ist also quasi egal, ob man 1 Mio. oder 200.000 Menschen erreicht. Wichtig ist, wie groß die aktive Community ist, daran wird alles gemessen. Reichweite ist demnach eigentlich total egal.

Genau das lässt sich auf dich als Musiker:in auch anwenden. Einfach nur Reichweite bringt dir überhaupt nichts, wenn du diese Leute nicht in Hörer und dann Fans verwandeln kannst. Fanbindung und eine echte Community sollte dein oberstes Ziel sein dieses Jahr. 1000 echte Fans bringen die viel viel mehr als 10.000 Follower.

Wöchentlicher Tipp

Und abschließend gibt es jetzt, wie gewohnt, natürlich noch deinen wöchentlichen Tipp:
Setze dir jetzt am Anfang des Jahres unbedingt Ziele für 2022. Ohne konkrete Ziele stocherst du einfach im Dunklen und weißt nicht, wohin du dich bewegen sollst. Am besten machst du das Ganze mit der S.M.A.R.T-Methode. Deine Ziele sollten also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

Ein genaues Video dazu findest du übrigens auch auf unserem YouTube-Kanal. Jetzt ist es aber an der Zeit, dir Ziele für dieses Jahr zu setzen und deine Pläne zu konkretisieren. Also los geht’s!

Das war es jetzt aber wieder für diese Folge des Music Business Insider Podcasts. Ich hoffe wie immer, dass dir die Episode gefallen hat und du einiges lernen konntest. Natürlich freue ich mich auch sehr über dein Feedback, Anregungen für zukünftige Folgen oder auch eine Bewertung auf deiner Podcast-Plattform. Und falls du es noch nicht getan hast, dann folge auch gerne dem Podcast und unseren anderen Kanälen, jetzt aber erstmal vielen Dank für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal. Deine Musik hat es verdient gehört zu werden.


Wenn dir dieser Beitrag geholfen hat, dann kannst du gerne noch weitere Artikel für Musiker:innen lesen, unsere YouTube-Videos anschauen oder uns auf Social Media folgen. Und natürlich sind wir auch sehr auf dein Feedback als Kommentar oder E-Mail gespannt! Danke und viel Erfolg!

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