MBI 034: Free-Streams & YouTube zählen für die Charts & bald drei Instagram-Feeds

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Herzlich Willkommen zur 34. Folge des Music Business Insider Podcasts. Ich bin Yannic von Artistant und das erwartet dich heute:

Ab sofort zählen auch Free-Streams und YouTube für die offiziellen deutschen Charts.
Auf Instagram gibt es bald drei verschiedene Feeds.
Dein wöchentlicher Tipp.

Und damit herzlich willkommen zu einer neuen MBI-Folge. Wir starten das Jahr gleich mal mit einigen sehr großen und relevanten Änderungen. Also würde ich sagen, wir verschwenden keine Zeit und fangen direkt an. Viel Spaß!

Free-Streams und YouTube zählen für die Charts

Letzte Woche bin ich auf eine sehr sehr coole Ankündigung gestoßen. Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) hat bekannt gegeben, dass ab sofort auch werbefinanzierte Audio- und Video-Streams für die offiziellen deutschen Charts zählen. Das heißt einerseits, dass zum Beispiel jetzt auch die Streams von kostenfreien Spotify- Accounts zählen und zusätzlich gehört jetzt auch YouTube zu den sogenannten „Chartmeldern“. Bisher haben für die offiziellen deutschen Charts nur physische Produkte (CDs, Vinyl & Co.), Downloads, Radio-Plays und Premium-Streams gezählt. Jetzt kommt also endlich auch der werbefinanzierte bzw. kostenlose Bereich dazu.

Was man hierüber jetzt denkt, bleibt natürlich erst mal jedem selbst überlassen. Einerseits könnte man natürlich kritisieren, dass dadurch der Wert der Musik weiter herabgesetzt wird. Durch diese Änderungen, bekommen jetzt natürlich die kostenlosen Angebote einen höheren Stellenwert. Andererseits, und auf dieser Seite bin persönlich ich eher angesiedelt, sorgt das auch wieder für mehr Vielfalt und eine realitätsgetreuere Abbildung der Erfolge. Die Aufgabe der Charts ist ja, übersichtlich zusammenzufassen, welche Musik in Deutschland am erfolgreichsten ist.
Erfolg kann sich ja auf verschiedensten Plattformen und auf verschiedenste Arten zeigen. Warum sollte denn ein Song, der zum Beispiel auf YouTube extrem durch die Decke geht, nicht so erfolgreich sein wie ein Song, der oft gedownloadet wird?

Wichtig zu berücksichtigen ist natürlich auch noch, dass wir in Deutschland sog. Wertecharts bzw. Verkaufscharts haben. Es zählen also nicht einfach die Verkaufszahlen, sondern der Umsatz. Ein Download oder eine verkaufte CD ist also deutlich mehr wert als ein Free-Stream. Trotzdem ist es finde ich super, dass diese jetzt auch berücksichtigt werden. Erfolg ist in meinen Augen Erfolg und sollte sich nicht auf bestimmte Medien oder Plattformen beschränken.

Ich finde diese neue Änderung also super, weil sie meiner Meinung nach zu einer besseren Abbildung der deutschen Musiklandschaft beiträgt. Trotzdem verstehe ich natürlich auch die anderen Argumente. Deswegen würde mich auch deine Meinung zu diesem Thema extrem interessieren. Gib mir hierzu doch gerne mal dein Feedback!

Bevor wir jetzt noch zu unserem 2. Update kommen, ein kleiner Hinweis in eigener Sache.
Wir haben letzte Woche unseren eigenen Discord-Server gestartet. Damit wollen wir einen Ort erschaffen, an dem sich gleichgesinnte Musiker:innen austauschen, gemeinsam lernen und gegenseitig unterstützen können. Mit Artistant wollen wir eine Bewegung aufbauen. Eine Bewegung an Musiker:innen, die wirklich etwas erreichen und die Chancen bzw. Möglichkeiten des modernen Musikbusiness nutzen wollen. Hierfür wird dieser Discord-Server sozusagen das Herzstück. Du solltest dort also unbedingt mal vorbeischauen, kostenlos Mitglied werden und dieser Bewegung beitreten. Den Server findest du ganz einfach HIER. Ich freue mich sehr auf dich!

Bald drei verschiedene Instagram-Feeds

Jetzt aber ab zu unserem zweiten Update und zwar aus dem Hause Instagram. Hier wurde nämlich letzte Woche angekündigt, dass es bald drei verschiedene Feeds geben wird.

Der erste davon, ist der „Home“-Feed. Dieser ist im Prinzip genau der gleiche wie du ihn jetzt kennst. Content von den Accounts, denen du folgst, Hashtags und andere Inhalte. All das in der Reihenfolge, die Instagram für dich persönlich am besten hält.

Der zweite Feed wird der so genannte „Following“-Feed. Dort bekommst du nur Content Von den Accounts angezeigt, denen du folgst, allerdings in chronologischer Reihenfolge. Hier läufst du also nicht mehr Gefahr bestimmte Posts zu verpassen, weil die einfach nacheinander alles angezeigt wird.

Der dritte Feed, und das finde ich besonders interessant, ist ein so genannter „Favoriten“-Feed. Du kannst nämlich bald die Accounts, die dich am meisten interessieren, zu deinen Favoriten hinzufügen. In diesem dritten Feed bekommst du dann auch nur den Content von diesen Accounts angezeigt. Unter diesen Leuten hast du mit deinen Inhalten dann also quasi eine 100-prozentige Reichweite, was ja super interessant ist. Deine Aufgabe wird es also definitiv sein, sobald dieses neue Feature veröffentlicht wird, bei möglichst vielen deiner Fans als Favorit hinzugefügt zu werden.

Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob sich durch diese drei Arten von Feeds, signifikant etwas ändern wird. Das Potenzial hierfür ist definitiv da, aber die Frage ist, wie viele der zwei neuen regelmäßig genutzt werden. Der Standardfeed bleibt ja der gleiche, d.h. man muss die neuen Feeds aktiv aufrufen. Wie viele der Nutzer das dann wirklich machen oder ob man vielleicht einen der Neuen sogar als Standardfeed festlegen kann, wird sich zeigen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und freue mich auf die Änderungen.

Wöchentlicher Tipp

Und abschließend gibt es jetzt natürlich noch einen wöchentlichen Tipp für dich.
Versuche auf Social Media neue Follower so schnell es geht auch wirklich in Fans zu verwandeln. Ein neuer Follower hat natürlich noch keine enge Bindung zu dir. Demnach kann es auch sehr schnell sein, dass du wieder vergessen wirst. Versuche also möglichst schnell schon mal eine gewisse Grundbindung herzustellen.

Das könntest du zum Beispiel durch eine persönliche DM bzw. Sprachnachricht machen, in der du dich direkt für den Follow bedankst und eine Konversation startest. Oder du gehst auf deren Profil und kommentierst direkt etwas nettes unter einen ihrer Posts. Genau so könntest du dich auch in Stories bei deinen neusten Followern der Woche bedanken, oder sonst irgendetwas. Hauptsache du baust direkt auf diesem Follow auf und versuchst eine gewisse Beziehung zu etablieren. Das wird die Interaktionsrate dieser neuen Follower garantiert steigern, was ja für dich und dein Wachstum super ist, und du machst aus Followern im besten Fall auch sehr schnell echte Fans. Hinter jedem Follower steckt ein Mensch und das solltest du auch so wahrnehmen und wertschätzen.

Das war es jetzt aber wieder für diese Folge des Music Business Insider Podcasts. Ich hoffe wie immer, dass dir die Episode gefallen hat und du einiges lernen konntest. Natürlich freue ich mich auch sehr über dein Feedback, Anregungen für zukünftige Folgen oder auch eine Bewertung auf deiner Podcast-Plattform. Und falls du es noch nicht getan hast, dann folge auch gerne dem Podcast und unseren anderen Kanälen, jetzt aber erstmal vielen Dank für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal. Deine Musik hat es verdient gehört zu werden.


Wenn dir dieser Beitrag geholfen hat, dann kannst du gerne noch weitere Artikel für Musiker:innen lesen, unsere YouTube-Videos anschauen oder uns auf Social Media folgen. Und natürlich sind wir auch sehr auf dein Feedback als Kommentar oder E-Mail gespannt! Danke und viel Erfolg!

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